Das Nachbearbeiten mit der richtigen Software

Da hat man sich einen kleinen Song gebastelt, sei es mit Magix oder dem Rebirth, doch der Klang und der Druck kommen einfach nicht zur Geltung. Mit einer Bearbeitungssoftware für Audiomaterial kann man da noch einiges rausholen. So zum Beispiel mit dem Audacity, diese Software ist kostenlos im Netz zu finden.

Man lädt die zu bearbeitende Musikdatei im Wave Format in die Software, dann kann man ein wenig daran herumexperimentieren. Doch um wirkliche Ergebnisse zu erzielen muss man schon planmäßig vorgehen. Als erstes kann man bei Audacity die Autodruck Funktion anwenden, mit dieser erstellt das Programm eine druckvollere Dynamic. Wem das noch nicht genug ist der kann eine Bassverstärkung vornehmen, aber am besten nur kleine Schritte machen. Denn zuviel Bass kann auch die gesamt Dynamic verändern. Zuletzt kann noch eine Kompression vorgenommen werden, doch auch beim Kompressor sollte man erst mal ausprobieren welche Einstellung sich auf das Musikstück auswirkt.

Eine Hörprobe zwischendurch ist immer ratsam, hierzu geht man auf Exportieren und kann dann die Wave Datei in MP3 oder WMA umwandeln. Dann einfach mit dem Mediaplayer abspielen. Wenn man dann noch etwas verändern möchte, einfach an der Datei die noch in Audacity abgelegt ist weiter arbeiten. In dem Effekt Menü findet man noch weitere interessante Möglichkeiten der Audiobearbeitung. Also viel Spaß beim Spielen.

Die Aufnahme und Bearbeitung

Zum Aufnehmen von einzelnen Spuren eignet sich der kostenlose Audacity Mehrspur Recorder. Diese Software ist sehr einfach zu bedienen und beinhaltet alles was man braucht um professionelle Aufnahmen zu machen. Das einzigste was man noch benötigt ist ein halbwegs taugliches Mikrofon.

Im Menü findet man zahlreiche Optionen zum Bearbeiten der aufgenommenen Tonspur, so sind Schneidewerkzeuge, Effekte, Dynamiktools, Equalizer, Analysewerkzeuge und Transportfunktionen vorhanden. Im Grunde genommen funktioniert der Recorder wie ein Casettenrecorder. Im linken oberen Bereich findet man Start,Stop,Vor und Zurück und die Aufnahme Taste. Darunter sind die Spuren angelegt. Diese kann man man bei bedarf Scharf schalten. Am besten man lädt sich das kostenlose Musikprogramm herunter und probiert etwas herum, so lernt man am besten die Funktionen kennen. Wichtig ist das der Raum für die Aufnahme nicht zu laut und hallig ist, dies könnte die Aufnahme verfälschen. Ich habe mir einfach Holzplatten mit Schaumstoff verkleidet und stelle diese dann als Schallfänger um das Mikrofon herum auf. Alte Matratzen oder dicke Vorhänge sind ebenso effektiv. Auch sollte man eine Auspeglung vornehmen, einfach mal lärm erzeugen und aufnehmen. So kann man die Pegelspitzen im Programm sehen und dem entsprechend die Aufnahmelautstärke einstellen. Viel Spaß beim Aufnehmen.

MIDI-Keyboards erzeugen wunderbare Musik für den Computer

Autor: Ralf Münkel

 

Bildquelle: M-Audio

MIDI-Keyboards

sind eine Art Wunderding, da sie musikalische Klänge erzeugen, ohne selbst aber zu erklingen!
Nachdem ein MIDI-Keyboard nämlich an einen Computer oder an ein Soundmodul(Synthesizer) angeschlossen worden ist, gibt es bei jedem Tastendruck der Klaviatur genau die Klänge von sich, die man jeweils mit der gewünschten Taste hervorbringen möchte. Denn beim Berühren einer Taste werden digitale Datenpakete erzeugt, in denen Informationen bezüglich der Tonhöhe, der Anschlagstärke als auch der Gesamtdauer des Tastendruckes enthalten sind. Diese werden dann schließlich am MIDI-Ausgang des Keyboards hin zum MIDI-Eingang z.B. eines Computers weitergegeben. Dort können aber nicht nur die digitalen Daten stets in wohlklingende Musik „verzaubert“ werden, sondern natürlich auch ganz leicht aufgezeichnet (und an jedem MIDI-fähigen Gerät auch wiedergegeben werden) und abgespeichert werden. Darüber hinaus kann aber auch die eigene Komposition aus Bits & Bytes ganz klassisch als reale Notenschrift am Bildschirm erscheinen.
Wenn man vorher nicht glauben wollte, dass ein Keyboard selbst nicht erklingt, aber keinesfalls unmusikalisch ist, der wird durch ein MIDI-Keyboard wie zum Beispiel das Oxygen von M-Audio wahrlich verwundert werden.

Die Loops und Samples

Bildquelle:Steinberg

Das fast wichtigste Werkzeug bei der Musikproduktion sind die Samples und Loops. Hierbei handelt es sich um kurze Ausschnitte aus bereits bestehenden Musikstücken oder eigens generierte Taktabschnitte, wie beispielsweise ein 4 Takt Schlagzeug oder Drumloop. Diese können in das eigene Musikstück an einer beliebigen Stelle eingesetzt werden, so erzeugt man einen Groove, was das Musikstück ein wenig Interessanter macht. Es gibt auch spezielle Musikprogramme die nur mit Samples und Loops arbeiten, der Magix Musikmaker ist ein solches Programm. Diese Software weist 16 Spuren auf, in diese legt man die Loops und verlängert sie oder wechselt sie ab. So entstehen sehr schnell tolle Musikstücke. Den Magix Musikmaker gibt es auch als Freeware, hier stehen zwar nur einige Features zur Verfügung. Jedoch reicht es aus um einen coolen Groundbeat zu erstellen. Die Loops und Samples kann man auch selbst generieren, auch für diese Arbeit findet man einige Musikprogramme im Netz zum kostenlosen Download. Zum Beispiel der Rebirth von Propellerheads, diesen kann man als Bit-Torrent auf der Rebirth-Museumspage Downloaden. Auch Fruityloops ist ein solches Programm, doch mit diesem kann man auch komplette Musikstücke komponieren. Eine tolle Seite um sich mal ein Überblick zu verschaffen ist free-loops.com, hier kann man sich Fruityloops 9 als Demoversion herunterladen. Ebenfalls ein sehr gutes, aber professionelles Programm was es leider nicht kostenlos gibt ist Wavelab von Steinberg, mit diesem Programm lassen sich Waves zu Samples und Loops zurechtschneiden. Doch kann das Programm noch vieles mehr, vom Mastern bis hin zum korregieren und reparieren ist alles mit Wavelab möglich.

Die Geburt des modernen Tonstudios – mit der Musiksoftware Reason

Autor: Ralf Münkel

Bildquelle: Propellerheads

Was die genialen schwedischen Musiksoftware-Hersteller Propellerhead im Jahr 2000 mit dem Musikprogramm Reason auf den Markt brachten, war nichts anderes als revolutionär – da Reason ein virtuelles Tonstudio für jedermann ist.
Denn mit Reason ist es sowohl möglich Musik von Geräten (wie etwa Synthesizer, Effektgeräte, Sampler, Drummachines oder Mixer) mit einem Sequenzer am Computer zu erzeugen, und zwar 1:1 ohne Klangunterschiede, als auch diese beliebig untereinander zu kombinieren. Auf der Rückseite des Studioracks werden die einzelnen Geräte jeweils durch ein virtuelles Kabel verbunden, wobei es zwei Arten von Anschlüssen gibt, nämlich Audio sowie CV (Control Voltage). Die Control Voltage, die Steuerspannung, dient hierbei dazu, dass an die Synthesizer oder an die Effektgeräte Steuersignale übertragen werden. Mittels des Reason Hardware Interfaces, das 64 Audio- und MIDI-Kanäle umfasst, hat man einen problemlosen „Real Life“-Anschluss. Da Reason zudem als Soundformat das von Propellerhead entwickelte „ReFill“ benutzt, erfahren die WAVE/AIFF-Dateien jeweils eine sehr große Komprimierung – ohne jeglichen Verlust an Klangqualität.
Mit Reason sind die Produktionsmöglichkeiten von komplexer Musik grandios – und Ohren betäubend gut – auf das Computer-Zeitalter hin übertragen worden.

Mischpult oder Mehrkanalmixer

Bildquelle: Pixelio/ wgxc pictures

Bildquelle:Pixelio/ WGXC Pictures

Im Grunde reicht ein kleiner Mehrkanalmixer als Erweiterung für den PC, hier sollte man sich für einen Mixer mit  mindestens 4 Kanälen entscheiden. Diese gibt es schon ab 30 € in diversen Online-Shops zu erwerben. Die wichtigsten Funktionen sollten aber schon vorhanden sein, hierzu gehören ein separater Equalizer, Gainregler(Eingangslautstärke), auch über Kanalequalizer für Bass,Höhen und Mitten sollte der Mischer verfügen. Gerade beim Einsatz von Mikrofonen ist eine Phantomspeisung für spezielle Kondensator Mikrofone sinnvoll, wenn diese Funktion nicht vorhanden ist gibt es externe Phantomspeisungen in Form von DI Boxen. Diese können zusätzlich Brummschleifen verhindern, so bekommt man ein sauberes Klangbild auf den Monitor. Sinnvoll sind ebenfalls Post und Pre Effektwege und Send und Return Wege für externe Effekgeräte.

Einfach ist es nicht den passenden Mixer für die eigenen Anforderungen zu finden, die einfachste Methode ist, in einen Musikstore rein zu gehen und sich einige Geräte mal vorführen zu lassen. So bekommt man einen kleinen Überblick wie manche Geräte funktionieren.

Die richtige Audiokarte

Bildquelle: M-Audio Delta 1010LT

Bildquelle:M-Audio

Nicht der Rechner allein macht die Musik, auch die Audiokarte (Soundkarte) ist bei der Generierung des Sounds beteiligt. Die professionellen Audiokarten oder Audio Interfaces arbeiten mit geringen Latenzzeiten, doch auch bei herkömmlichen Soundkarten sind relativ kurze Latenzzeiten mit einem Asio oder besonderen Treibern erreichbar. Daher muss man nicht sein ganzes Budget für die Soundkarte ausgeben, auf der Webseite www.Thomann.de kann man schon günstige Soundkarten mit enormer Leistung erhalten. Hier findet man auch alles was es zum Musikproduzieren gibt. Wichtig ist das die Soundkarte genügend Ein- und Ausgänge besitzt. Zwei Chinch Eingänge sowie zwei Chinch Ausgänge reichen in der Regel aus um alle Geräte anzuschließen, zusätzlich ist ein kleiner Mehrkanalmixer eine große Hilfe.

ReCycle Loopgenerator von Propellerhead

Bildquelle:Propellerhead

Bildquelle: Propellerhead

AUTOR: Ralf Muenkel

Mit der in den 90er Jahren von dem schwedischen Musiksoftware-Hersteller Propellerhead herausgebrachten Computer-Software ReCycle wurde und wird es Musikern um ein Vielfaches erleichtert neue innovative Musik zu produzieren.
Denn mit dem Editorprogramm ReCycle wird es Musikern ohne weiteres ermöglicht an gesampelten Loops Bearbeitungen bezüglich des Tempos, der Dynamik, des Pitchs und des Klanges vorzunehmen. Dabei werden die Loops entweder im Wav- oder im Aif-Format von der Rhythmik her in relevante Teile, die Slices geschnitten. Die Empfindlichkeit der Umwandlung von einem Loop in Slices (Teilstücke in bestimmten Beatabfolgen) kann man hierbei stets manuell mit einem Sensitivity-Regler einstellen. Durch die Slices hat man dann ohne weiteres die Möglichkeit entweder einen Loop langsamer oder schneller abzuspielen – jedoch ohne dass die Tonhöhe des Loops sich verändert. Zudem kann man auch die Anordnung der einzelnen Noten des Loops problemlos verändern, vorausgesetzt es folgt nach jeder Note ein Slice. Alle bearbeiteten Musikdateien werden schließlich extra in das von Propellerhead entwickelte Format „REX“exportiert oder in eine gewünschte Datei wie Midi und ähnliches.
So gilt seit den 90er Jahren dank ReCycle: Let make easy new beats!Bildquelle:Propellerhead

Die GrooveBox

Die GrooveBox wird gerne als Live Instrument genutzt, doch auch in der Produktion hat sie ihren festen Platz. Eigentlich kann man das Gerät auch als DJ Tool ansehen, aber sie können noch einiges mehr die kleinen Grooveboxen. Links im Bild ist eine D“2 Groovebox von Roland, dieses Gerät ist eine intuitive DJ Box mit fetten Sounds an Bord. In der Mitte befindet sich ein D-Pad zum imitieren von Vinyl oder zum Grooven mit Beats. Rechts davon ist das Sequencer Bedienfeld und über dem Pad befindet sich die  Pattern Sektion. Auf der linken Seite vom D-Pad sind Effekte und Synthymodule. Gerade Grooveboxen sieht man häufig in Produktionsstudios, da diese komplette Tracks wiedergeben können. Angefangen vom Schlagzeug bis hin zu Effektsounds sind mit den Geräten schnellumgesetzt. Die D2 besitzt beispielsweise 8 Spuren sogenannte Pattern, hier lassen sich auf der Drumspur zusätzlich noch einzelne Unterpatterns belegen. So sind Schlagzeugsets mit mehreren Drums möglich. Die Effektsektion beinhaltet Vinyleffekte, Filter, Synthymodule, Appregiatoren, Quantizise und weitere Soundeditoren. So lassen sich die Sounds individuell bearbeiten und einstellen.

Das untere Bild zeigt eine klassische GrooveBox von Roland, die 303.

Bildquelle:Musik ciao

Musik produzieren mit dem PC

Bildquelle: Pixelio/ by Cityspotlight Dieser Bereich ist nicht nur der Musikindustrie vorbehalten, auf dem Rechner Zuhausen geht es genauso professionell. Mit der richtigen Software und ein paar kleinen Hardwaregeräten wird der eigene Rechner zum kompletten Musikstudio. Wenn man ein kompletter Neueinsteiger ist sollte man sich erst mal nach einer geeigneten Software umschauen. Am besten besorgt man sich eine Demosoftware zum ausprobieren, die meisten Software Anbieter ermöglichen dem Interessierten meist einen kostenlosen Download der gewünschten Demo Musiksoftware. Hier mal eine kleine Liste der unterschiedlichen Produkte die auf dem Markt sind.

Steinberg Cubase Essential 5
Ein recht günstiges Einsteigerprogramm in die Welt der Produktion, es bietet eine Aufnahme Möglichkeit auf 8 Stereo oder 16 Mono Spuren. Ebenso können virtuelle Instrument eingebunden werden. Mehr Informationen über die Musiksoftware findet ihr auf der Hersteller Seite www.steinberg.net.

Propellerhead Reason
Reason ist  ein virtuelles Studio-Rack mit virtuellen Synthesizern und Sequenzer, sowie einer Drum-Machine. Ebenso findet man einen Sampleplayer und weitere virtuelle Adaptionen. Wer den mal ausprobieren möchte, auf der Webseite www.propellerheads.se   kann man das Studio als Demo runterladen.

Audacty

Ein Open Source Audio Editor mit Aufnahmefunktion und mehreren Bearbeitungsmöglichkeiten. Ideal für Live Aufnahmen oder Mitschnitten von Musikstücken, sowie zur Sampleaufnahme geiegnet. Herunterladen kann man sich die Software auf  www.audacity.sourceforge.net 

Es gibt natürlich wesentlich mehr Musiksoftware, doch sind die meisten dieser Programme sehr komplex aufgebaut und daher empfiehlt es sich mit eher einfach aufgebauter Software die Grundstrukturen der Funktionweise von Musiksoftware zu erkunden. Unter den komplexen Programmen findet man beispielsweise Logic, diese Studiosoftware ersetzt fast schon ein echtes Tonstudio. Um da alle Funktionen unter kontrolle zu bekommen sollte man sich schon ein wenig mit Studiosoftware und Musiksoftware auskennen. Doch auch die kleinen Programme haben es in sich, so wurde Reason schon bei Produktionen von vielen Profis genutzt und viele kleine Producer haben schon mit Cubase Essentials 5 wahre Meisterstücke erstellt.

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